Entwicklung

2013

Während Texas Instruments seit zwei Jahren einen "farbigen" CTR am Start hat, muss man bei Casio bis zum Sommer diesen Jahres warten. Mit einem farbigen Display mit einer Auflösung von 320 x 528 px kommt dann endlich der Casio ClassPad fx-CP400 als direkter Konkurrent des TI-nSpire CX CAS. Der Funktionsumfang ist identisch mit dem des monochromen ClassPad 330 Plus, das Touchscreen ist mit Fingern oder Stift bedienbar. Im Herbst ist es dann auch bei Hewlett Packard soweit: Der erste HP-Taschenrechner mit Farbdisplay erscheint. Der HP-Prime verfügt über einen Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 240 px.

2012

In diesem Jahr passiert wenig, lediglich Casio überarbeitet den ClassPad und nennt sein Spitzenmodell jetzt Casio ClassPad 330 Plus. Äußerlich bleibt das Gerät unverändert, nur das Innere wird etwas aufgemöbelt.

2011

Die TI-nSpire-Familie bekommt Nachwuchs, und zwar in Farbe: TI-nSpire CX CAS heißt der neue Sprößling. Damit kommt weltweit der erste CTR mit Farbdisplay auf den Markt, im gleichen Jahr übrigens wie der CAS-freie Casio FX-CG 2.0. Unabhängig davon wird die Firmware der nSpire-Geräte von Zeit zu Zeit aktualisiert, so dass Verbesserungen auf diese Weise einfließen.

2010

Seit der TI-nSpire die Bühne betreten hat, ist es vergleichsweise ruhig geworden auf dem CTR-Markt. Nun, drei Jahre nach dessen Einführung, hat Texas Instruments sich etwas neues einfallen lassen für den nSpire: Ein Touchpad in Gestalt einer berührungsempfindlichen zentralen Cursortaste. Das in dieser Weise - zumindest theoretisch - aufgewertete Modell heißt jetzt TI-nSpire CAS TouchPad. Was von dieser "Innovation" zu halten ist, habe ich im Rahmen des Praxistests zum TI-nSpire TouchPad, dem CAS-freien Zwilling, ausgeführt.

2008

Der ClassPad 300 Plus bekommt ein Firmware-Update und zugleich einen neuen Namen: Ab sofort heißt das Spitzenmodell Casio ClassPad 330. Die verwendete Hardware bleibt unverändert.

2007

Und dann kommt er doch noch: Im Sommer 2007 ist der TI-nSpire CAS endlich verfügbar. Implementiert ist die insbesondere auch im schulischen Bereich populäre CAS-(Windows-)Software "Derive", von Texas Instruments schon Jahre zuvor aufgekauft, weiterentwickelt und jetzt final im TI-nSpire gleichsam zu Grabe getragen. Parallel zum CTR-Handgerät, dem sog. "Handheld", gibt es die nSpire-Software auch als (Windows-)Software für den PC.

2006

Casio reagiert auf die berechtigte Kritik am schlechten Display des ClassPad 300 und löst den Ur-ClassPad ab durch den Casio ClassPad 300 Plus. Zur gleichen Zeit rührt Texas Instruments gewaltig die Werbetrommel für ein als revolutionär angepriesenes Gerät: Den TI-nSpire. Allerdings gibt es Probleme bei der Fertigung des Geräts und so vergeht das Jahr ohne das von vielen mit Spannung erwartete neue Modell.
Neues gibt es dafür von Hewlett-Packard, und zwar an der Spitze des CTR-Portfolios: HP-50g heißt das neue Spitzenmodell, das sich anschickt, den HP-49g+ in Zukunft abzulösen. In den folgenden Jahren tut sich wenig bei HP: Der HP-50g und der HP-40gs sind auch im Jahre 2013 unverändert die einzigen CTR aus dem Hause Hewlett-Packard.

2005

Hewlett-Packards Einsteiger CTR bekommt einen USB-Anschluss, ein moderneres Outfit, eine Preiserhöhung und einen neuen Namen: HP-40gs.

2004

Texas Instruments wertet den TI-89 noch einmal auf zum TI-89 Titanium: Das Erscheinungsbild wird optisch veredelt, die Leistung noch einmal gesteigert.

2003

Der noch aus dem letzten Jahrtausend stammende TI-89 erhält ein neues Design und ein Firmware-Update. Casio indes liefert mehr als ein geliftetes Gerät: Mit dem Casio ClassPad 300 erweitert der Hersteller sein CTR-Portfolio nach oben. Der ClassPad hebt sich optisch und technisch von der Konkurrenz ab: Gut die Hälfte der Oberfläche nimmt das berührungsempfindliche Display ein, der Tastenblock ist nur dezent bestückt. Als erster und bis heute einziger CTR verfügt der ClassPad über eine Stiftbedienung. Das gab es zuvor nur beim GTR Sharp EL-9650.
Hewlett -Packard überarbeitet seinen über die Jahrtausendwende geretteten HP-49g und macht daraus den HP-49g+, der nun u.a. über einen SD-Kartenslot verfügt. Gleichzeitig erweitert HP sein Angebot an CTR noch um den HP-48g II, der preislich und leistungsmäßig etwa in der Mitte zwischen HP-40g und HP-49g+ angesiedelt ist. Das Modell hält sich aber nur wenige Jahre und verschwindet dann still und heimlich ohne Nachfolger aus dem HP-Angebot.

2002

Gerade einmal zwei Jahre hat der TI-92 Plus durchgehalten, da wird er auch schon abgelöst durch den TI-Voyage. Technisch noch einmal verbessert und jetzt optisch in neuem, schickem Gewand: schlanker und edler als der TI-92. Auch Casio legt nach, erweitert den Casio Algebra FX 2.0 unter anderem um finanzmathematische Funktionen und vermarktet das äußerlich bis auf das Label unveränderte Gerät nun als Casio Algebra FX 2.0 Plus.

2000

Bei den CAS-Geräten wird der Dinosaurier TI-92 abgelöst vom TI-92 Plus. Optisch unterscheidet sich das opulente Modell kaum vom Vorgänger, unter der Haube steckt jetzt aber mehr Leistung. Hewlett-Packard versucht es mit einem Doppelpack: Der CAS-freie HP-39g und der CTR HP-40g sind bis auf das Label äußerlich identisch und sehen optisch für HP-Verhältnisse sogar richtig modern aus. Attraktiv ist aber vor allem der Preis des HP-40g, der nicht einmal halb so viel kostet wie ein TI-92 Plus und sogar noch preiswerter ist als der Casio Algebra FX 2.0.

1999

Während Texas Instruments und Hewlett-Packard bereits seit einiger Zeit GTR mit CAS produzieren, steigt nun auch Casio in diesen Bereich ein und bringt den Casio Algebra FX 2.0 auf den Markt, der zum Preis von unter 200 DM angeboten wird und damit deutlich unterhalb der CTR-Konkurrenz von HP und TI liegt.